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Problem Kaffeebecher gelöst

Immer mehr Menschen greifen zum Einwegbecher, um ihren Kaffee unterwegs zu trinken. Dieser Trend hat negative Folgen für die Umwelt. Neben dem Verbrauch von Ressourcen bilden die Einwegbecher große Müllhaufen und verschmutzen außerdem die Umwelt, wenn sie achtlos weggeworfen werden. Der Werra-Meißner-Kreis plant zur Woche der Abfallvermeidung den „Werra-Meißner-Becher“ als attraktiven Mehrweg Hoffee-to-go-Becher zum Wiederbefüllen. Jetzt sucht Umweltberaterin Gabriele Maxisch noch weitere Verkaufsstellen.

Coffee to go

Die Zahlen sind erschreckend. In Deutschland werden stündlich 320.000 Coffee-to-go-Becher verbraucht. Das rechnet sich auf fast drei Milliarden Becher pro Jahr. Becher, die ein Mal befüllt und dann weggeworfen werden.

Demnächst wird es im Werra-Meißner-Kreis den mehrjährig verwendbaren, spülmaschinenfesten und zudem zu 100 % biologisch abbaubaren Mehrweg Coffee-to-go-Becher geben. Schon jetzt konnten etliche Tankstellen, Bäckereien und Einzelhändler gewonnen werden, die ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft setzen und den Becher zum Kauf anbieten. Idealerweise bieten die Verkaufsstellen den Becher nicht nur an, sondern räumen den Kunden beim Wiederbefüllen noch einen Rabatt von beispielsweise zehn Cent ein. Es gibt eine Handlungsempfehlung zum Befüllen von Mehrwegbechern nach hygienischen Standards. Diese Empfehlung wird den Verkaufsstellen zur Verfügung gestellt.

Der Werra-Meißner-Kreis unterstreicht mit dieser Aktion die Wichtigkeit des nachhaltigen Konsums und freut sich auf den Verkaufsstart. „Wir haben einen kostengünstigen und dennoch biologisch abbaubaren Becher in der leuchtenden Farbe Orange mit einem braunen Silikondeckel und der Aufschrift ‚Werra-Meißner-Becher‘ entworfen und bestellt“, erklärt Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann und freut sich auf den Verkaufsstart. sto.

Wussten Sie, dass… Einwegbecher bestehen überwiegend aus Papierfasern, für deren Herstellung meistens Neumaterialien (also keine Recyclingfasern) verwendet werden. Das bedeutet, dass für die Herstellung der Pappbecher Bäume gefällt werden müssen. Um den Kaffeebecher auf der Innenseite zu beschichten, wird ebenso wie für die Herstellung des Plastikdeckels Rohöl verbraucht. Einige Städte in Deutschland setzen zunehmend auf den Umweltschutz und führen Mehrwegbecher ein, die immer wieder nachgefüllt werden können. Mit dem Werra-Meißner-Becher geht der Werra-Meißner-Kreis einen richtigen und ganz wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Das Projekt gilt es unbedingt zu unterstützen, daher sind Unternehmen aufgerufen, sich als weitere Verkaufsstellen anzumelden. Und an die Bürgerinnen und Bürger wird appelliert, den Pappbecher gegen den Mehrweg Coffee-to-go-Becher zu tauschen.(sto.)

Wer Verkaufsstelle für den Werra-Meißner-Becher werden möchte, kann sich mit Umweltberaterin Gabriele Maxisch in Verbindung setzen. Tel. 05651 302 -4751 oder E-Mail: gabriele.maxisch@werra-meissner-kreis.de.