Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Der Landkreis spendiert Verhütung

Um bedürftige Familien zu unterstützen, hat der Werra-Meißner-Kreis in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Werra-Meißner einen Empfängnisverhütungsmittelfonds eingerichtet. Die Pilotphase läuft über drei Jahre.
Junge Frauen und Migrantinnen können profitieren, denn es werden die Kosten für alle ärztlich verordneten Verhütungsmittel wie Pille, Pessar, Pflaster, Spirale und Sterilisation übernommen. Der Fonds trägt so zur Prävention ungewollter Schwangerschaften bei. Und das ein Bedarf da ist, zeigen die Zahlen der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die Beratungsstelle für Schwangere führte im Jahr 2016 circa 700 Beratungen durch und hiervon waren rund 100 Gespräche Schwangerschaftskonfliktberatungen. Etwa 15 Prozent der schwangeren Frauen gab im Beratungsgespräch an, aus finanziellen Gründen auf eine Verhütung zu verzichten.
Innerhalb der dreijährigen Pilotphase will der Landkreis prüfen, ob das Angebot angenommen wird. Von Seiten der Ärzte gibt es bereits positive Rückmeldungen. Sie können schon im Gespräch mit den Patientinnen auf die Finanzierung aus dem Fonds hinweisen. Nach einer erfolgten Beratung durch die Beratungsstelle für Schwangere bei der AWO wird der Frau eine Bescheinigung zur Übernahme der Kosten ausgestellt.
(sto.)