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Ein Abend der Begegnung

Sontra. Im März 2014 fand der Abend zum ersten Mal statt, der in der Adam-von-Trott Schule in Sontra mit 150 anwesenden Gästen sehr gut angenommen wurde. Im darauf folgenden Jahr 2015 konnte Organisator Marcel Isinger für die Aufarbeitung der Geschichte „Russlanddeutsche“ auf dem Hessentag den Landespreis für Flucht, Vertreibung und Integration aus den Händen von Ministerpräsident Volker Bouffier entgegennehmen. Am Samstagabend, den 03. März, veranstaltete der Verein Deutsche Jugend aus Russland in Zusammenarbeit mit Marcel Isinger und der Stadt Sontra den zweiten „Abend der Begegnung“ im Dorfgemeinschaftshaus in Wichmannshausen, der ein voller Erfolg war.
„Ich freue mich sehr, dass der Abend der Begegnung so angenommen wurde“, erklärt der Organisator Marcel Isinger, der am 70. Geburtstag seines Opas Viktor Gerlinger die Veranstaltung in einem bis auf dem letzten Platz gefüllten DGH eröffnete. Bänke wurden noch dazugestellt, wer zu spät kam, musste sogar stehen. Bürgermeister Thomas Eckhardt war überwältigt von der Resonanz und freute sich, dass mehr als 300 Bürger den Tag nutzten, um mit Menschen aus anderen Kulturen ins Gespräch zu kommen.
„Es war ein wundervoller Abend der Begegnung, der den Besuchern im DGH Wichmannshausen noch in langer Erinnerung bleiben wird. Mein besonderer Dank geht daher an alle Beteiligten und vor allem an Marcel Isinger und Alexandra Dornhof, die diesen Abend organisiert haben. Mit Stolz erfüllt hat mich neben den vielen Tanzdarbietungen und gesanglichen Einlagen vor allem die Aussage der Beauftragten der hessischen Landesregierung für Vertriebene, Flüchtlinge und Spätaussiedler Frau Ziegler-Raschdorf, dass Sontra eine hessenweite Vorreiterrolle für derartige Veranstaltungen und damit Begegnungen von Bürgern einnimmt.“, so Eckhardt. „Daher ist es mein Wunsch, auch aufgrund der sehr vielen positiven Rückmeldungen, diesen Abend der Begegnung künftig zwingend zu wiederholen, um die in Sontra lebenden und unterschiedlichen Kulturen auf diese Weise einmal kennenzulernen.“, erklärt Eckhardt.
Der Frauenchor „Rjabinuschki“ aus Bad Hersfeld sorgte mit alten deutschen Volksliedern der Vorfahren, zu denen wie damals an der Wolga getanzt wurde, für den musikalischen Auftakt. Der Projektchor Sontraer-Land, der sich aus Männergesangsvereinen aus Ulfen, Breitau, Berneburg und Sontra zusammensetzt, fand die richtigen Töne. Neben den musikalischen Darbietungen von Ida Stricker und dem Ehepaar Lilla und Friedrich Sterz rundete die Tanzgruppe Levitation, die mit Regina Müller und Katharina Geringer zwei Russlanddeutsche in den eigenen Reihen hat, ein facettenreiches Musikprogramm ab.