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Drei Landkreise – eine Wirtschaftsregion

Die Kreiskonferenz hat bereits Tradition und so tauschten sich auch dieses Jahr die drei Landräte Stefan Reuß (Werra-Meißner-Kreis), Bernhard Reuter (Landkreis Göttingen) und Dr. Werner Henning (Landkreis Eichsfeld) zusammen mit Mitarbeitern aus der Verwaltung Ländergrenzen übergreifend zu den verschiedensten Themen aus.

Turnusgemäß findet die Kreiskonferenz auf Einladung eines Landkreises vor Ort statt und so hatte Stefan Reuß nach Witzenhausen geladen. Im neugebauten Copernicum der Beruflichen Schulen des Werra-Meißner-Kreises sorgten die Themen Wirtschaftsförderung im Drei-Länder-Eck, Breitbandausbau, Digitalisierung in den Kreisverwaltungen, Schulentwicklungsplanung, ärztliche Versorgung im ländlichen Raum, die Wohnraumsituation in den drei Landkreisen, die Finanzierung von Kita-Plätzen sowie das Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation für Gesprächsstoff. Alle drei Landräte lobten den Austausch, der nicht nur über die Landkreisgrenzen, sondern sogar über die Landesgrenzen (Niedersachsen, Hessen, Thüringen) hinaus funktioniert. Landrat Dr. Werner Henning äußerte, „dass es sich nie um ein Konkurrenzdenken, sondern immer um ein faires Miteinander handele.“

Vor allem im Bereich der Wirtschaftsförderung kann der eine Landkreis dem anderen wichtige Impulse geben und so gilt es, auf vorhandene Flächen hinzuweisen, damit Unternehmen expandieren oder ansässig werden können. Dieses stärkt nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern sichert auch Arbeitsplätze. Und so begrüßte Landrat Bernhard Reuter, dass es im Logistikgebiet Neu-Eichenberg freie Flächen gibt. „Wir sind zwar drei Landkreise, aber eine Wirtschaftsregion“, so der Göttinger Kreis-Chef. Der Fachkräftemangel stellt alle drei Landkreise vor eine Herausforderung und so erinnerte Landrat Stefan Reuß nicht nur an den Bedarf, der in allen Branchen da ist, sondern er erklärte auch, wie wichtig es sei, sich rechtzeitig und strategisch um den Nachwuchs zu kümmern. Und so bemerkte der WMK-Landrat nebenbei, dass als Ort der Kreiskonferenz nicht zufällig der Schulneubau ausgewählt wurde. Im Copernicum zeigt sich einmal mehr, was man zu bieten habe.

Landrat Dr. Werner Henning fasst das Fazit der Kreiskonferenz für alle Beteiligten zusammen: „Die Informationen der anderen zu bekommen, hat einen enormen Wert. Zu wissen, was andere denken und machen, gibt Selbstvertrauen für das eigene Handeln.“ (sto.)