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Freibäder und Badeseen laden im Werra-Meißner-Kreis zum Erholen ein

Werratalsee. Foto: Tourist-Information Eschwege/C. H. Greim

Region. Hätte man zum Beginn des Jahres Wetten auf den Sommer 2018 abgeschlossen, so hätte wohl kaum einer den Tip abgegeben, dass es im Mai und im Juni über Wochen hinweg sommerlich heiß sein wird. Aber genau so ist es passiert. Der Sommer zeigt sich von seiner schönsten Seite. Und während die Landwirte und die Berufstätigen mitunter über die Hitze schimpfen und schwitzend stöhnen, freut es all diejenigen, die die Sonnenstrahlen genießen können. Der Sommer kann auf ganz unterschiedliche Weise erlebt werden. Während die einen lieber im eigenen Garten chillen, wollen die anderen mit Freunden im Biergarten sitzen. Wiederum andere unternehmen eine Fahrradtour und noch andere zieht es in das kühle Nass. Eine Erfrischung tut bei warmen Temperaturen gut – und diese Erfrischung kann sowohl ein kühles Getränk (aber kein Alkohol) oder aber ein Sprung ins Wasser sein. Wer den Sprung ins Wasser vorzieht, findet im Werra-Meißner-Kreis vielfältige Möglichkeiten, um den Badespaß zu genießen. So gehört ein erfrischendes Bad in einem naturnahen See für viele Menschen zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten und verbindet Badespaß mit Erholung in der Natur.

Hessen trägt mit seinen vielen Seen und Talsperren an über 60 Badegewässern und den Badestellen dazu bei, dass man sich hier wohlfühlen kann. Was viele Menschen vielleicht nicht wissen: Jedes anerkannte Badegewässer unterliegt der Hessischen Badegewässerverordnung, die eine regelmäßige Überwachung, eine Einstufung der Wasserqualität, ggf. Bewirtschaftungsmaßnahmen sowie eine Information der Öffentlichkeit fordert. Auch, wenn die hessischen Seen größtenteils von Menschenhand angelegt wurden, so sind sie doch idyllische Naturräume, die es zu erhalten gilt. Wer in der Region einen Ort zum Schwimmen sucht, wird schnell fündig. So gibt es mit dem Werratalsee (Ostufer und Südufer – am Südufer ist das Baden derzeit nicht erlaubt) einen der schönsten Badeeseen überhaupt. Der See in Eschwege bietet Sandstrände, Bademöglichkeiten, Schiffsausflüge sowie sportliche Aktivitäten. Die Sandstrände des rund 100 Hektar großen Sees liegen in Altstadtnähe (Südufer) und in Meinhard-Schwebda (Ostufer) und selbstverständlich werden die Strände überwacht (DLRG). Der See ist einer der größten Seen Hessens und daher auch sehr beliebt bei Anwohnern und Touristen, die gern auch von weiter her zum See angereist kommen. Der Werratalsee bietet jedoch nicht nur Schwimmspaß, sondern auch Spaß an Land. So sorgen die Spielplätze für Abwechslung und wer gut zu Fuß ist oder mit dem Fahrrad angekommen ist, kann den See auf dem sieben Kilometer langen Rundweg erkunden. Bis zum 30. September lädt die „Werranixe“ zu einstündigen Seerundfahrten ein. Vom Schiff aus kann der See von einer ganz anderen Perspektive betrachtet werden.

Doch auch der Meinhardsee kann sich sehen lassen. Der See liegt umgeben von herrlichen Wäldern zwischen den Ortsteilen Grebendorf und Jestädt und wer komplett ohne Kleidung sonnen und baden möchte, findet hier sogar einen FKK-Abschnitt. Der See besteht aus einem Badesee, einem Bootssee sowie einigen Angelteichen. Während sich die Kinder auf dem Spielplatz austoben, schauen die Erwachsenen gern den Surfern zu, denn auch diese fühlen sich – sofern es den geeigneten Wind gibt – auf dem See sichtlich wohl. Eine beliebte Anlaufstelle für Campingfreunde ist der Campingplatz „Werra-Meißner-Camping“, denn inmitten der Natur gefällt es den Urlaubern besonders gut. In Witzenhausen lädt der Naturbadesee „Grüner See“ im Sommer zum Baden und Entspannen ein. Am Rand des Ortsteils Hundelshausen fügt sich der See optisch wunderschön in die teilweise recht steilen Hänge ein. Der Badesee entstand aus einem Gipssteinbruch. Seinen Namen verdankt der Grüne See übrigens der großen Menge an Phytoplankton am Boden des Sees. Auch hier gibt es viele Annehmlichkeiten für die Badenden, so wird der See von der DLRG überwacht und außerdem lädt die große Liegewiese zum Entspannen ein.

Wer das Schwimmen in einem See nicht mag – es gibt Menschen, die haben Angst vor dem Grund oder mögen die Natürlichkeit eines Gewässers nicht – der kann selbstverständlich auch ein Freibad in der Region aufsuchen. Dieses kann mit einem Luxus wie Umkleidekabinen, Toiletten und einem Angebot an Speisen und Getränken aufwarten. Kinder treffen hier gern ihre Freunde und toben bis in die Abendstunden. Wer also nicht im See schwimmen möchte, kann in diesem Sommer beispielsweise den Freibädern in Bad Sooden-Allendorf, Waldkappel oder Witzenhausen einen Besuch abstatten. Cool ist: Die Freibäder präsentieren sich heutzutage so modern, so dass jede Badeanstalt eine eigene Webseite hat, aus der die Öffnungszeiten, die Preise und oftmals sogar die Wassertemperatur in den Becken hervorgeht. In diesem Sommer ist im Werra-Meißner-Kreis der Badespaß garantiert. (sto.)

Foto: Freibad Bad Sooden-Allendorf

Gut zu wissen…

● Es darf nur dort gebadet werden, wo es ausdrücklich erlaubt ist.
● Es wir empfohlen, vor dem Baden im See zu duschen, um Sonnenschutzmittel abzuwaschen. Cremes und Lotion hinterlassen nicht nur einen unschönen Ölfilm auf der Wasseroberfläche, sondern belasten den See auch mit Schmutzstoffen.
● Tiere am und im Gewässer dürfen nicht gefüttert werden. Zum einen haben die Tiere ausreichend natürliche Nahrung vor Ort, zum anderen könnten Brotreste und ähnliches das Gewässer verschmutzen.
● Wasserpflanzen sind für Badende unproblematisch. Gefährliche Schlingpflanzen gibt es in den Seen im Werra-Meißner-Kreis nicht. Blaualgen können allerdings Allergien, Hautreizungen und Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Ist ein See mit Blaualgen versehen, wird die Öffentlichkeit rechtzeitig informiert.
● Das Wasser in Werra, Fulda und weiteren Flüssen schaut klar aus, ist aber durch Fäkalkeime belastet. Die Strömung der Flüsse ist außerdem mit­unter zu stark, so dass ein Baden in Flüssen nicht erlaubt ist.
● 57 der hessischen EU-Badestellen (89,3 Prozent) sind mit ausgezeichnet, drei mit gut und zwei mit ausreichend (Meinhardsee und Werratalsee Ostufer) eingestuft worden. Die Badestelle Werratalsee Südufer wurde mit mangelhaft eingestuft, so dass das zuständige Gesundheitsamt dort seit dem 1. Mai gemäß der Badegewässerverordnung ein Badeverbot verhängt hat. Vor Beginn des Badebetriebs werden alle Badestellen durch die Gesundheitsämter entsprechend der EU-Vorgaben auf gesundheitsrelevante hygienische Parameter hin untersucht. Diese Untersuchungen finden während der gesamten Badesaison regelmäßig statt.
● Auf der Badegewässer-Homepage des Hessischen Landes­amtes für Naturschutz, Um­­-
welt und Geologie (HLNUG/ http://badeseen.hlnug.de) gibt es viele Informationen rund um die Qualität der Badeseen in der Region.
(sto.)