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Kreishaus-Neubau verursacht höhere Kosten

Drei bis sieben Millionen Euro mehr

Der Neubau des Kreisverwaltung am Eschweger Schlossplatz wird teurer: etwa drei Millionen Euro, wenn die jetzigen Planungen umgesetzt werden. Auch die Fertigstellung des Bauprojektes verzögere sich, da der für 2019 vorgesehene Baubeginn um ein Jahr verschoben werde müsse, erklärte Landrat Stefan Reuß in einem Pressegespräch. Die Erhöhung der Kosten begründet er mit Preissteigerungen in der Baubranche. Und Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter und zuständiger Baudezernent, ergänzt, dass zusätzlicher Aufwand wegen baulicher Maßnahmen durch Brandschutz und Statik entstanden sei. Die geplanten Baukosten in Höhe von neun Millionen Euro werden weit überschritten, auch die Kostendeckelung bei 10,5 Millionen Euro ist nicht mehr ausreichend.
Daher muss der Kreistag jetzt erneut über das Projekt beschließen; die Entscheidung solle noch im Dezember fallen. Aktuell sind drei Varianten im Gespräch. Je nachdem, welche Entscheidung der Kreistag trifft, könnten bei der teuersten Variante Mehrkosten von mehr als sieben Millionen Euro entstehen. Ausgehend von den ursprünglich veranschlagten neun Millionen Euro, wären es dann insgesamt 16,25 Millionen Euro. Eine Umsetzung der bisher favorisierten Variante würde bei Neuberechnung mit 14,77 Millionen Euro, die preiswerteste Variante mit 13,59 Millionen Euro zu Buche schlagen. Fest steht schon jetzt, dass wünschenswerte Details nicht umgesetzt werden. Verzichtet wird beispielsweise auf einen großen Saal mit Lichtkuppel. Er sollte im Zentrum des Gebäudes errichtet und für Tagungen der Ausschüsse genutzt werden.
Der Startschuss für einen Neu- bzw. Umbau der Verwaltungstraktes gegenüber dem Landgrafenschloss war bereits Ende Mai 2015 gefallen. Bis dahin wurde die ehemalige Sparkasse als „Verwaltungsgebäude II“ genutzt. Gewonnen hatte die Ausschreibung das Berliner Architekturbüro Karl Hufnagel; dessen Konzept mit Erhalt großer Teile des früheren Schlosshotels konnte sich im Juli 2016 gegen alle anderen Mitbewerber durchsetzen. Insgesamt wurden vom Kreis 13,8 Millionen Euro für die Maßnahme bereitgestellt. Darin befanden sich auch Kosten für den Erwerb des Hotels sowie die Möblierung des neuen Verwaltungsgebäudes. (Sven Schreivogel)