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Großer Datenklau-Skandal

Identität und Kontodaten aus dem Werra-Meißner-Kreis gestohlen

Als Richard M. (Name von der Redaktion geändert) aus dem Werra-Meißner-Kreis bemerkt, dass er Opfer eines Internet-Betrugs geworden ist, beginnt er über und im „Darknet“ zu recherchieren – und deckt einen großen Datenskandal auf. Im Darknet findet er die Datensätze von 550 Personen aus dem Werra-Meißner-Kreis. Sofort greift er zum Telefon und informiert die Polizei. „Wir konnten bereits ermitteln, dass die Daten von 13 der 550 Opfer missbraucht wurden“, sagt Polizeipressesprecher Jörg Künstler. Ob die übrigen Daten, darunter Namen, Anschriften, Geburtsdaten und Bankverbindungen inklusive IBAN-Nummern, bereits für betrügerische Aktionen missbraucht wurden, ist noch unklar. „Wir sichten und prüfen die Daten. Der Prozess ist jedoch zeitaufwendig, deshalb können wir noch keine weiteren Ergebnisse bekannt geben“, sagt Künstler. Auch rät die Polizei davon ab, dass Bürger aus Sorge Anfragen an ihre Bank oder die Polizei stellen. „Wir bitten um Geduld. Panik führt uns nicht weiter. Jeder Bürger des Werra-Meißner-Kreises sollte sein Konto im Blick haben und verdächtige Transaktionen melden“, sagt Künstler. Betroffene Personen würden von ihrer Hausbank und der Polizei mit einem Schreiben informiert, sobald die Ermittlungslage klare Ergebnisse geliefert hat.

Betrugssicher im Internet: Das rät die Polizei

  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Online-Konten.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Bankkonto und melden Sie Ihrer Bank alle verdächtigen Aktivitäten.
  • Nehmen Sie Online-Zahlungen nur auf sicheren Websites vor (überprüfen Sie den URL-Balken im Hinblick auf das Vorhängeschloss und https) und benutzen Sie sichere Verbindungen (wählen Sie ein mobiles Netz anstelle eines öffentlichen WLANs).
  • Ihre Bank wird Sie nie telefonisch oder per E-Mail nach sensiblen Daten, wie z. B. den Zugangsdaten zu Ihrem Online-Konto, fragen.
  • Falls sich ein Angebot zu gut anhört, um wahr zu sein, handelt es sich fast immer um einen Betrug.
  • Wahren Sie den Schutz und die Sicherheit Ihrer personenbezogenen Daten.
  • Achten Sie genau darauf, wie viel persönliche Informationen bzw. Daten Sie auf Websites in den sozialen Netzwerken preisgeben.
  • Betrüger können Ihre Daten und Bilder nutzen, um eine falsche Identität zu schaffen oder Sie zum Ziel eines Betrugs machen.
  • Wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank, wenn Sie befürchten, Ihre Kontodaten einem Betrüger genannt zu haben.
  • Zeigen Sie jeden Verdacht eines versuchten Betrugs bei der Polizei an, selbst wenn Sie nicht Opfer des Betrugs wurden.