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Die Schattenseiten des Sonnenbadens

Apothekerin Andrea Bräutigam aus Eschwege erklärt, wie man die Haut optimal schützt.

Sobald die Sonne scheint, zieht es alle ins Freie. Muss man sich bei jedem kurzen Sonnenbad gleich eincremen?
Das ist empfehlenswert. Die menschliche Haut hat eine geringe Eigenschutzzeit, die je nach Hauttyp etwas variiert. Beim durchschnittlichen Mitteleuropäer beträgt sie zehn Minuten. So lang kann man sich in der Sonne aufhalten ohne Schaden zu nehmen. Ein Sonnenschutzmittel verlängert die Schutzzeit je nach Lichtschutzfaktor.

Welche Schäden entstehen, wenn die Haut nicht optimal vor der Sonne geschützt ist?
Ungeschützte Sonneneinstrahlung kann zu Hautkrebs führen, aber auch zu Pigmentflecken oder Konfettihaut (Hautveränderung mit hellbraunen bis weißlichen Flecken, Anm. der Red.), die erst Jahre später auftreten. Auch wenn man vielleicht denkt, der Sonnenbrand vergeht oder bräunt nach – die Haut vergisst nicht. Spätfolgen wie Flecken und Hautveränderungen lassen sich selbst mit Laser nicht komplett entfernen. Zudem ist Sonneneinstrahlung der größte Alterungsfaktor der Haut.
Oftmals scheint sich die Haut unter Sonneneinfluss zu verbessern. Ist da was dran?
Unreine Haut verbessert sich zuerst unter dem Einfluss der Sonne, verschlimmert sich aber meist nach dem Urlaub durch das Verdicken der Lichtschwiele. Pickel sitzen tiefer und neigen stärker zu Entzündungen. Mit Sonnenprodukten für fettige Haut lässt sich das vermeiden. Das Gesichtsspray mit Anti-Glanz-Effekt von Roche Posay (LSF 50) kann sogar über das Make-up gesprüht werden. Die Präparate sind nicht komedogen, wasser- und schwitzfest und man bekommt nicht nach dem Urlaub die Quittung für das Sonnenbaden.

Braucht jede Haut spezielle Sonnenpflege?
Ob allergisch, frisch tätowiert, mit Narben oder Dreitagebart – in der Apotheke gibt es für jeden Hauttyp die optimale Sonnenpflege. Einige sind aber auch für alle Hauttypen geeignet, wie das Anthelios Shaka Fluid von Roche Posay. Durch seine ultraleichte Textur können es Bartträger problemlos ohne Verkleben bis zum Haaransatz verteilen, während Rosacea-Patienten (Hautkrankheit mit Rötungen im Gesichtsbereich, Anm. der Red.) von seiner Durchlässigkeit profitieren.