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Spargel – Zeit für Genießer

Werratal-Ernte überzeugt mit Bio-Qualität

Endlich ist der frische Bio-Spargel im Werra-Meißner-Kreis reif für die Ernte! Fans des sensiblen Gemüses mussten in diesem Jahr zwei Wochen länger auf die Stangen aus der Region warten. „Wir hatten erst Probleme mit zu kaltem und dann mit zu nassem Boden“, erklärt Volker Kanngießer, Chef des Feldladens Kanngießer in Eschwege die Verzögerung.

Werratal-Spargel veredelt Brotgenuss
Zusammen mit dem Biohof Klenke baut Kanngießer auf insgesamt zwölf Hektar Feld Bio-Spargel gemäß der strengen Bio-Richtlinien an. Das offizielle Zertifikat erhalten die Landwirte zwar erst im nächsten Jahr, doch die Verbraucher können sich auch in diesem Jahr schon darauf verlassen: „Wir verwenden für unsere Pflanzen keine Pestizide und halten uns beim Anbau an die strengen Bio-Richtlinien“, sagt Volker Kanngießer.

Auf die Sorgfalt in Anbau und Ernte setzt auch Bäcker- und Konditormeister Bodo Zeuch von der Bäckerei Hufgard in Eschwege. „Der Werratal-Bio-Spargel von Volker Kanngießer ist eine großartige Zutat für unsere Gebäcke“, sagt Bodo Zeuch. Aktuell bietet er das Spargelbrot an. „Es ist leicht würzig und enthält das volle Aroma des Spargels“, erklärt er. „Noch köstlicher wird es kombiniert mit Schinken oder Käse und Bärlauch-Pesto.“


Spargel-Aroma hängt von Handarbeit ab
Der Spargel gilt als pflegeintensivstes Gemüse. Nicht nur bei der Zubereitung, sondern auch bei der Ernte kommt es auf sorgsame Handarbeit an. Keine Maschine, kein elektronischer Helfer kann das menschliche Auge ersetzen. „Beim Spargel ist viel Handarbeit nötig“, erklärt Volker Kanngießer. „Die Spargelstecher suchen die Erdwälle nach feinen Rissen ab, legen vorsichtig den Trieb frei und schneiden die Stange in etwa 25 Zentimeter Tiefe mit einem Spezialmesser ab.“ Und wer dann glaubt, damit sei die Sonderbehandlung schon beendet – irrt sich. Auch beim Schälen können Spargel-Fans so einiges falsch machen und damit Aroma einbüßen.

So wird der Spargel am aromatischsten
„Die wichtigste Regel: ‚Wer geizt, ist ein Verschwender!‘ Das bedeutet: Lieber etwas dicker schälen, weil sonst die Gefahr besteht, dass holzige, faserige Stellen übrig bleiben, was eine ganze Stange ungenießbar machen kann. Immer vom Kopf an abwärts schälen, zum Ende hin großzügiger“, rät Kanngießer. Zum Schluss die Stange oberhalb der Schnittstelle kürzen – auch hier nicht geizen. Grüne Stangen brauchen
weniger Pflege
Grüner Spargel ist da pflegeleichter. Seine Haut ist viel dünner als beim weißen Verwandten, kann problemlos mitgegessen werden.

Ist der Spargel wirklich frisch?
Um die Frische des Spargels zu testen, gibt Volker Ganngießer folgenden Tipp: „Reiben Sie zwei Stangen aneinander. Quietscht es leicht, dann ist die Außenhaut noch frisch und der Spargel nicht holzig. Bei frischer Ernte ist der Spargelkopf fest geschlossen, die Stangen lassen sich nicht biegen, sondern neigen dazu, leicht zu brechen.“

Den Werratal-Bio-Spargel gibt’s bis 30. Juni zu kaufen: in den Kanngießer Hofläden in Aue und Kleinvach sowie auf den Märkten in Eschwege und Witzenhausen. Frische Spargelgerichte gibt’s auf Bestellung im Feldladen in Aue.
Der Feldladen in Aue ist geöffnet: montags bis freitags von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr; samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Reservierungen und Bestellungen unter Tel. 05651-60365 oder 05651-70737 (bis 18 Uhr).

Ein Tipp für die Zubereitung:

Wasser mit Salz zum Kochen bringen, dann die gleiche Menge Zucker und eine Zitronenscheibe hinzutun, so bekommt das Gemüse mehr Aroma. Das Kochwasser nicht wegschütten. Es eignet sich gut als Grundlage für eine Spargelsuppe. Kombiniert mit verschiedenen Soßen, Fleischbeilagen und einem leichten Weißwein wird der Spargelgenuss perfekt.