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tresen talk

In unserer neuen Rubrik „Tresentalk”
sprechen wir mit Menschen aus Kultur,
Business, Politik und Unterhaltung.
Für die aktuelle Ausgabe trafen wir uns mit der Spitze des Gewerbevereins „Handel(n) in Bad Sooden-Allendorf” (HIB), Dirk Landau (1. Vorsitzender) und Christian Pelikan
(2. Vorsitzender) im Berggasthof Ahrenberg.

meinWMK: Herr Landau, Herr Pelikan, Gewerbe und Handwerk stehen, insbesondere im ländlichen Bereich, vor großen Herausforderungen. Speziell stellen der Bevölkerungsrückgang und die Auspendlerquote der arbeitenden Bevölkerung in die nahe gelegenen Großstädte Kassel und Göttingen eine große Aufgabe dar. Haben Sie ein Patentrezept zur Lösung des Problems?

Dirk Landau (schmunzelnd): Ein Patentrezept wäre übertrieben, aber der Gewerbeverein HIB ist auf einem guten Weg. Beispielsweise wird Bad Sooden-Allendorf im Herbst durch sehr gut funktionierende Veranstaltungen der HIB zu einem regelrechten Zuschauermagneten. Dies wird demnächst durch ein Weinfest im Frühling ergänzt. Hier gilt es, die bestehenden Softskills beizubehalten und auszubauen, damit wir zahlreiche auswärtige Besucher begeistern, aber auch unsere einheimische Bevölkerung mit auf den Weg nehmen.

Christian Pelikan: Um der Auspendlerquote entgegenzuwirken heißt es, das tägliche Einkaufserlebnis in Bad Sooden-Allendorf (BSA) zu erhalten oder neue Erlebnisse zu schaffen. Desweiteren muss sich der Verein öffnen, um ortsfremde Firmen, die aber in BSA ihre Geschäfte tätigen, aufzunehmen. Dies hält den Mitgliederstand konstant oder erhöht ihn gar.

meinWMK: Als Kurstandort kann BSA effektiver mit den Öffnungszeiten der Ladengeschäfte umgehen. Wird dies auch umgesetzt?

Dirk Landau: Wir wünschen uns vor allem eine Homogenisierung der Öffnungszeiten in beiden Stadtteilen und einen effektiveren Umgang, damit Unternehmer besser mit Waren und Personal planen können.

Christian Pelikan: Eine effektivere Nutzung, ähnlich wie in südeuropäischen Ländern, wäre eine zukunftsweisende Umsetzung.

Mein WMK: Stichwort Internethandel. Gibt es eine gemeinsame Strategie, um den Internet- und realen Handel für BSA zu stärken?

Dirk Landau: Bereits erdacht, aber in der Planung befindlich ist ein Bad Sooden-Allendorfer Internet-Kaufhaus. Hier sollen lokale Unternehmen lokale Produkte online veräußern.

Mein WMK: Last but not least müssen wir natürlich eine Frage stellen: Sie als langjähriger CDU-Landtagsabgeordneter haben auch jetzt noch einen kurzen Draht nach Wiesbaden und können so manche Tür öffnen?

Dirk Landau: Meine in den vergangenen Jahren entstandenen und erarbeiteten guten Verbindungen und Freundschaften nach Wiesbaden bestehen nach wie vor. Daraus kann nach wie vor mancher Vorsprung entstehen.