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Knackig, saftig, süß

Kirschen schmecken nach Sommer und guter Laune

Klein, knackig und knallrot – Kirschen machen schon beim Anblick Lust auf Genuss. Sommerzeit ist Kirschenzeit – von Juni bis August werden die Gute-Laune-Früchtchen in Deutschland geerntet und sind bis in den frühen Herbst erhältlich. Dabei sind sie nicht nur äußerst schmackhaft, sondern auch richtig gesund.

D ass die Kirsche bei uns so verbreitet ist, haben wir dem römischen Feldherr Lukullus zu verdanken. Obwohl die Wildkirsche in Asien und Teilen Europas bereits seit der Jungsteinzeit verbreitet war, brachte der Römer erst 74 v. Chr. Kirschpflanzen aus Kerasos am Schwarzen Meer mit nach Italien. Diese Form der kultivierten Kirsche ist heute weltweit verbreitet und in allen gemäßigten Klimazonen zu finden.

Süß oder sauer, fest oder saftig?

Pur auf dem Teller landet bei uns hauptsächlich die Süßkirsche. Es gibt sie als Herzkirsche mit weichem Fruchtfleisch und als Knorpelkirsche mit festem Fleisch und knackiger Haut. Im Handel wird zumeist die Knorpelkirsche angeboten. Aufgrund ihrer Festigkeit ist sie ideal für den direkten Verzehr, während aus den weicheren Herzkirschen oft Kirschwasser produziert wird. Sauerkirschen werden selten frisch verzehrt. Mit ihrem weichen Fleisch und ihrem hohen Saftgehalt eignen sie sich perfekt für die Herstellung von Saft, Konfitüre, Kompott oder Kuchen. Der volle Geschmack der Sauerkirsche entfaltet sich nämlich erst während des Garvorgangs. Wie so ein Stück frischer Kirschkuchen den Sommer versüßt, lässt sich wunderbar bei der Bäckerei Wolf probieren. Die ganze Saison über werden hier frische und regionale Kirschen in feinste Kuchen, Torten und Teilchen verarbeitet. Das Sortiment reicht von Schneewittchenkuchen über den Kirschkuchen aus klassischem Hefeteig bis zu Kirschringen und Schwarzwälder Kirschtorte. 

Das steckt in der kleinen roten Frucht

Die Kirsche kann aber deutlich mehr als den Kuchen zu verzieren. Vor allem die Süßkirsche ist eine wahre Vitaminbombe. Nur 100 Gramm der kleinen Frucht enthalten 15 Milligramm Vitamin C. Zusätzlich sind Süßkirschen reich an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium und Eisen. Besonders für Schwangere und stillende Mütter ist der Verzehr frischer Kirschen empfehlenswert, da sie reichlich Folsäure enthalten. Der Farbstoff Anthocyan, der den Kirschen ihre schöne rote und violette Farbe gibt, wirkt entzündungshemmend und sorgt beim Menschen für glatte und rosige Haut. Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, darf also ruhig einmal öfter am Kirschbaum pflücken – denn 100 Gramm Kirschen haben auch nur rund 50 Kalorien. Und das Beste an der kleinen Superfrucht: Wenn man sie richtig lagert, einfriert oder einkocht, hat man auch im Winter noch etwas von ihr.

So bleiben Kirschen knackig und frisch

• Kirschen reifen nicht nach und müssen schnell verzehrt werden. Daher sollte man sie erst kurz vor Verzehr waschen, da die Früchte sonst schnell faulen.
• Unter laufendem Wasser können Kirschen leicht platzen. Lieber in einer mit Wasser gefüllten Schüssel vorsichtig abspülen.
• Unbedingt den Stiel dran lassen – der erhält das Aroma und die Frische.
• Kirschen am besten locker ausgebreitet lagern um Druckstellen zu vermeiden.
• Im Kühlschrank sind frische Früchte zwei bis drei Tage haltbar.
• Ist das Fruchtfleisch sehr weich, einfach die Kirschen kurz ins Gefrierfach legen. So ist die Frucht fester und der Stein leichter herauszulösen.
• Kirschen lassen sich wunderbar einfrieren. Also lieber mit Stein in den Gefrierbeutel und ins Tiefkühlfach als zu lange liegen lassen

Schon gewusst?

Im Mittelalter waren Kirschen rar und teuer und galten daher als Luxusessen. Saßen die feinen Herren beim Kirschenessen zusammen, mischten sich oftmals ärmere Menschen unter die Gruppe, um auch ein paar Früchtchen zu ergattern. Bemerkten die reichen Leute, dass es sich um arme Mitbürger handelte, bespuckten sie diese so lange mit Kirschkernen, bis sie verschwanden.
Daher stammt der auch heute noch gebräuchliche Ausdruck: „Mit dem ist nicht gut
Kirschenessen!“