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Krimiheld Harry Schade ist zurück

Ralph Nowag schreibt Bücher und Liedertexte. Unser Bild zeigt ihn während der Produktion einer Hörbuchfassung seines ersten Romans. Foto: privat

Ralph Nowag will mit neuem Buch wieder durchstarten

„Nach einer Hüft-OP bin ich nun langsam wieder fit“, sagt Ralph Nowag, Eschweger Urgestein, Hörbuchsprecher und Krimiautor. Kaum war Nowag genesen, setzte er sich an seinen Schreibtisch und begann mit seinem fünften Buch. Natürlich wieder ein Krimi, der in Eschwege und Umgebung spielt. Die Hauptfigur ist wie immer Kultkommissar Harry Schade. Nowag hat viel von sich selbst in die Figur einfließen lassen. Das Schreiben ist eines von zwei Hobbys, mit denen er sich seinen Lebenstraum erfüllt. Nowag ist Musiker und Autor und seit über 40 Jahren eine „echte Rampensau“. Genau so liebt ihn sein Publikum.

Vier Eschwege-Krimis hat er bis jetzt geschrieben. Bevor er mit seinem allerersten Roman begann, hatte er sich an Matthias Schäfer, Inhaber eines kleinen Verlags in Oberhone, gewandt. Das Gespräch mit dem ehemaligen Zeitungsredakteur endete mit dessen Aufforderung: „Na, dann schreiben Sie doch erst mal!“ Gesagt, getan. Und so erdachte Nowag die Figur des skurrilen Kommissars Harry Schade, ein Eschweger Original, das gern und deftig isst, wie Nowag ihn beschreibt. Schade ermittelt zusammen mit Kollege Jens Klose, den es aus Hamburg in die nordhessische Provinz verschlägt. Mit viel Lokalkolorit erzählte Ralph Nowag deren ersten gemeinsamen Fall, der bei seiner Leserschaft so gut ankam, dass drei weitere Bände folgten.

Inzwischen sind bis auf Band vier alle Titel vergriffen und werden nicht wieder neu aufgelegt. Stattdessen wagte sich Nowag an ein anderes Medium: „Und sollt ich einst gestorben sein“ ist als Hörbuch erschienen, vom Autor selbst gelesen. „Hier war ich auch mein eigener Regisseur“, sagt Nowag. Obwohl es sich um eine gekürzte Fassung der Romanvorlage handelt, bringt es die Produktion auf elf CDs mit knapp zwölf Stunden Spielzeit. Unterstützt wurde Nowag vom heimischen Buchhändler Uwe Heinemann, der das Hörbuch produziert und verlegt hat. „Für mich ist meine kreative Arbeit immer ein Hobby gewesen“, zeigt sich Nowag bescheiden. Doch damit bereitet er seinem begeisterten Publikum seit Jahrzehnten viel Freude.