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So wird der Grill-Sommer

Knisternde Hitze unter dem Rost, sich draußen mit Freunden treffen – die Grillsaison gehört zur schönsten Zeit des Jahres. Hier die wichtigsten Tipps und Trends für das heiße Vergnügen

Beim Klassiker geht es immer noch um die Wurst! Das beliebteste Grillgut, das bei uns auf den Rost wandert, ist immer noch die bewährte Bratwurst.
Doch auf dem wachsenden Grill-Markt haben sich viele Trends und Nischen gebildet. Ein Zauberwort heißt „Plancha“, die vor allem in Spanien beliebte Art des Grillens auf einer Edelstahlplatte. Gerade feiert auch Rotisserie ein großes Comeback. Grillen am Spieß – für Fleisch und Gemüse bieten Hersteller spezielle Aufsätze an. Das Grillgut wird durch die Drehbewegung schonend und gleichmäßig gegart. Auch eine spannende Variante: die B-Cuts – Steaks aus der Schulter oder dem Bauchbereich wie Nierenzapfen oder Flanksteak. Gerade hier sind gute Ergebnisse nur bei einer hohen Fleischqualität zu erwarten.

Zum guten Grill gehört ein Deckel

Wichtiger Tipp für alle Hobby-Brutzler und Profis: Zu einem guten Grill gehört unbedingt ein Deckel. Warum die Haube über der Glut so wichtig ist? Ohne Deckel kommt die Hitze nur von unten. Mit Deckel erreicht man die gewünschte Temperatur dagegen auch oberhalb des Grillguts. Deshalb kann der Abstand zur Kohle größer sein – das Fleisch trocknet nicht aus. Außerdem besitzen Deckel und Grillboden eine Lüftungsöffnung, die nur so viel Sauerstoff hereinlässt, wie die Glut braucht. Diese Menge ist so gering, dass keine offene Flamme entstehen kann, wenn etwa Fett in die Glut tropft. So kann das Fleisch nicht verbrennen. Mit Deckel verwandelt sich der Grill praktisch in eine Art Backofen, in dem auch lange Garvorgänge möglich sind.

So kann nichts anbrennen

Ein Fehler, der immer wieder gemacht wird, ist der Umgang mit mariniertem Fleisch. Die Marinade muss vor dem Grillen ihre Arbeit getan haben und unbedingt vom Fleisch entfernt werden, bevor es auf den Rost gelegt wird. Denn die meisten Marinaden sind nicht hitzebeständig. Das hat zur Folge, dass das Fleisch mit den Marinadenresten leichter verbrennt. Auch die Verwendung von zu dünnen Steaks führt oft zu einem schlechten Grillergebnis. Der Grund: Bei zu dünnen Stücken kann kein Kerntemperaturfühler eingesetzt werden. Deshalb lässt sich kein genauer Garpunkt bestimmen. Medium oder well done – alles bleibt dem Zufall überlassen und sorgt am Ende für enttäuschte Gesichter am Rost.

American Style immer beliebter

Beim Grillen geht der Trend – bei aller Beachtung für vegetarische oder vegane Vorlieben und tollen Grillrezepten hierfür – weiter zum Fleisch, bei wachsender Vielfalt. Der „American Barbecue Style“ ist auf dem Vormarsch: Spare Ribs, Pulled Pork oder Beef Brisket, die bei niedriger Temperatur im Smoker gegarte Rinderbrust. In Amerika liegt traditionell viel Fleisch auf dem Rost. Grillexperten raten allerdings zum Gegenteil: Lieber weniger Fleisch essen, dafür noch stärker auf die Qualität achten. Denn aus einem schlechten Stück Fleisch kann auch der beste Griller kein gutes Steak machen.

Die Gemeinschaft zählt

Bei allen gutgemeinten Tipps und Trends: Grillen ist auch immer ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis. Freunde einladen, über die richtige Temperatur fachsimpeln, in die Glut schauen und träumen. Da kommt es nicht auf hundertprozentige Perfektion an – das Gemeinschaftsgefühl ist wichtiger.